Dr. Walther: Unternehmen Wüste - Erzingen und Dormettingen

Sonntag, 7.7.2019: Fahrradhalbtagesexkursion mit Dr. Michael Walther: Auf den Spuren des Unternehmens „Wüste“ in Erzingen und Dormettingen (zusammen mit dem AK „Wüste“ Balingen).

Während des Zweiten Weltkriegs versuchte das NS-Regime aus dem hier zu findenden Schiefer Öl für die Treibstoffversorgung der Kriegsmaschinerie zu gewinnen. So entstanden im Landstrich zwischen Balingen und Schömberg zunächst drei Versuchsanlagen. In einer zweiten Phase wurde zwischen Dusslingen und Nehren, im Landkreis Tübingen, und Zepfenhan, im Landkreis Rottweil, mit dem Bau von zehn Ölschieferwerken begonnen. Nur wenige dieser Werke nahmen noch vor Kriegsende ihren Betrieb auf. Das Rüstungsprojekt erhielt den Decknamen „Wüste“. In Erzingen befanden sich zwei Ölschieferwerke – auf dem Geischberg sowie im Bonbachtal, wo noch ein Trafohaus zu besichtigten ist. Zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs wurde unter anderem ein KZ-Außenlager gegründet, das sich in der Nähe damaligen des Erzinger Bahnhofs befand. In unmittelbarer Nähe des SchieferErlebnis Dormettingen befindet sich der von Immo Opfermann gestaltete Erinnerungspfad, der auf dem Gelände eines weiteren ehemaligen „Wüste“-Werks errichtet wurde. Zuletzt geht es zu einer ehemaligen Umspannstation, in der eine kleine Ausstellung mit Informationstafeln zum KZ-Außenlager Dormettingen sowie dem sogenannten „Schwarzen Lager“ eingerichtet ist.

10.00 Uhr. Treffpunkt Gedenkstelen in der Erlenstraße in Balingen-Erzingen. Teilnahme frei.

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